Episode 11 Elektrostatische Ölnebelabscheider in der Medizintechnik und Uhrenherstellung

Shownotes

In dieser Podcast Episode stellt nicht Sven Rentschler die Fragen, sondern Vitali Lai. Vitali ist bei REVEN der Vertriebsleiter und er stellt Sven viele interessante Fragen zu elektrostatischen Ölnebelabscheider. Solche Anlagen finden häufig Anwendung zur Luftreinigung bei Produktionsprozessen in der Schweizer Uhrenindustrie und in der Medizintechnik. Der Podcast entstand aus einem YouTube Video Tutorial, die wir hier nun auch als Podcast veröffentlichen. Die Kontaktdaten von Vitali gibt es ganz am Ende des Podcasts.

Die YouTube Video Aufzeichnung hierzu findet Ihr hier:

https://youtu.be/YieXLAAQl_o?si=wLzJIKwF3AjJOuF4

Hier die Kontaktdaten für ein Feedback an Sven:

Sven LinkedIn Profil: linkedin.com/in/svenrentschler/

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Transkript anzeigen

In unserem neuen Video geht es um die Schweizer Uhrenindustrie und um REVEN Ölnebelabscheider für eben diese Industrie.

Da wollen wir einiges vorstellen.

Wir sind Vitali, unser Vertriebsleiter, Sven, REVEN Geschäftsführer.

Wir durften 2017 und 2018 das neue Produktionszentrum von IWC in Schaffhausen ausrichten.

Wir durften die Werkzeugmaschinen ausrichten, wo eben solche Produkte entstehen, eine schöne IWC-Uhr.

Da helfen unsere Luftreiniger dabei, dass das eben funktioniert und dass solche schönen Produkte entstehen.

Also es geht um die Produktion von IWC-Pilotenuhren.

Die entstehen auf Bearbeitungsmaschinen und damit die Bearbeitungsmaschinen betrieben werden können, braucht es Luftreiniger.

So genannte elektrostatische Ölnebelabscheider, so etwas wie ihr hier seht.

Um die geht es heute, die beschreiben wir ganz genau und diese Geräte stehen auf den Bearbeitungsmaschinen.

Wir blenden jetzt mal ein Bild ein aus der wunderschönen Produktion von IWC in Schaffhausen, deren neues Produktionszentrum 2018 in Betrieb gegangen ist.

Und da seht ihr unsere Ölnebelabscheider in Verbindung mit den Bearbeitungsmaschinen.

Und in den Bearbeitungsmaschinen entsteht aus einem runden Edelstahlblock, auch dazu blenden wir mal ein Bild ein, Uhrengehäuse, Bauteile des Uhrenwerks und um all das geht es heute.

Vitali wird mich löchern mit Fragen, die ich bis jetzt nicht kenne und wir werden sie zusammen beantworten.

Ihr könnt es euch anhören, ein ganz interessanter neues Videotutorial.

Jetzt die erste Frage von Vitali.

Ich weiß nicht, was kommt.

Also die Frage, die sich mir stellt ist, der Einsatz von solchen Elektrostaten, ist das ausschließlich nur bei Uhrenherstellung oder wird das auch bei anderen Maschinen eingesetzt?

Wo genau ist der Einsatz?

Was macht ihn so besonders gegenüber anderen Abscheidern?

Also wir haben hier elektrostatischen Ölnebelabscheider und diese elektrostatischen Ölnebelabscheider, auch entgegen dem, was viele Marktbegleiter proklamieren und behaupten.

Diese elektrostatischen Ölnebelabscheider machen nur Sinn, Vitali, bei nicht wasserlöslichen Kühl- und Schmierstoffen im Maschinenbau.

Also sprich, wenn man eine Bearbeitungsmaschine hat, die als Kühl- und Schmierstoff nur reines Öl verwendet, nur und nur dann machen diese Geräte Sinn.

Und das hat man halt eben oft in der Uhrenindustrie, wie wir es jetzt in der Einleitung vorgestellt haben, wo wir eben aus Glück gehabt haben, bei einem super interessanten Hersteller wie IWC deren ganze Produktion auszustatten, aber wir haben durchaus, also auch in der Schweiz, Kunden, die auf Mehrspindel-Dreiautomaten, also wie sowas aussehen kann, blenden wir jetzt auch kurz ein.

Das sind Mehrspindel-Dreiautomaten, wo, das ist jetzt nicht so schön, was ich sage, wenn man einen Knochenbruch hat, muss der Knochen geschraubt werden und diese Schrauben sind ganz hochlegierte, spezielle, Edelstähle, wo dann auch wieder, wie bei der Uhr, unheimliche Anforderungen sind an die Oberfläche, ans Material und da werden meistens als Kühl- und Schmierstoff nicht wasserlösliche Kühlschmierstoffe eingesetzt.

Also pures, reines Öl.

Oder bei Bearbeitungszentren wie von der sehr bekannten Firma Hermle, die auch ein ganz guter Kunde von uns ist, auch die haben immer wieder Spezialanwendungen, wo sie keine Emulsionen, also wasserlösliche Kühlschmierstoffe einsetzen, sondern Kühlschmierstoffe aufs reine Öl und dann und nur dann sind das die besten Luftreiniger.

Wieso und weshalb wirst du bestimmt noch Fragen haben.

Ja, gut, also leuchtet ein, sobald ich reines Öl habe, dann empfiehlt REVEN ausschließlich Elektrostaten, weil der Einsatz in dieser Filterung das Idealste ist.

Ist das richtig?

Ja, und es sind dann oft Nebel, also Dämpfe, die sowas entsprechen wie so einer Dampfmaschine, wo man aus der Diskothek, aus Open-Air-Konzerten kennt.

Also hier wird Öl verdampft.

Und genau, ganz ähnlich ist das, was wir dann in so Dreiautomaten, in Bearbeitungszentren haben, wo sehr, sehr hochlegierte Edelstähle, Titanium, Magnesium verarbeitet wird.

Und das werden wir euch jetzt auch gleich mal zeigen, wie sowas aussehen kann, wie extrem das sein kann.

Ganz interessant, also immer noch dabei bleiben.

Ja, danke für die ausführliche Antwort, soweit einleuchtend.

Das führt mich auch gleich zu der nächsten Frage.

Jetzt, wo doch die Abscheidung, beziehungsweise die Filtertechnik, so gut ist bei Öl, gerade Elektrostat, haben wir trotzdem noch zwei Vorstufen davor.

Was bringen die?

Wir haben einmal den klassischen Agglomerator.

Als zweite Stufe den X-CYCLONE-Abscheider, das Herzstück von unseren Produkten.

Und dann geht es los mit den elektrostatischen Filtern.

Wozu brauche ich dann die vorderen zwei Stufen noch?

Der Vertriebsleiter fragt mich Sachen heute.

Möchte ich wissen.

Sehr gute Frage.

Schauen wir mal rein.

Ja, machen wir auf.

Um die Vorabscheidung, was Vitali angesprochen hat, ist einmal hier und einmal hier.

Also hier haben wir mechanisch eine Agglomeration und eine Abscheidung.

Und dann dahinter die elektrostatische Filterung über eine Hochspannung, über eine Ionisation, auf die wir später ins Detail kommen.

Bin mir sicher, hat er einiges vorbereitet.

Kommt vom Kunden.

Aber jetzt die Frage, warum vor den Hochleistungsfiltern überhaupt noch Abscheidung.

Hat mehrere Gründe.

Ein ganz wichtiger Grund, der X-CYCLONE-Abscheider von uns ist nicht nur ein Abscheider, sondern das ist auch ein geprüftes Flammdurchschlagsabsicherung.

Also wo immer man es mit ganz dünnflüssigen Ölen zu tun hat, Öle, die extrem zerstäubt werden, ist immer ein riesiges Risiko von Feuer und Explosion gegeben.

Das ist richtig, kann durchaus passieren.

Und was wir gemacht haben in der Entwicklung von diesem X-CYCLONE-Element, Wir haben das sowohl auf Flammdurchschlagschutz geprüft, also wenn vor dem Abscheidung ein Feuer ist und das Feuer kommt mit dem Ölnebel und mit einem Luftstrom.

Das ist das Feuerschlimmste, ist er trotzdem in der Lage, dieses Feuer zu blockieren.

Also die Flammen, das Feuer geht da nicht durch.

Der wurde sogar auf Explosionsverhalten überprüft, wenn eine Explosionsdruckwelle kommt, wie er sich dabei verhält.

Also selbst da drüber haben wir Informationen, die wir euch gerne bei Interesse mal zukommen lassen können.

Also Flammschutz, Explosionsschutz ist mal ein Grund.

Dann ist ein ganz wichtiger Grund eine Vorabscheidung.

Diese elektrostatischen Kollektoren funktionieren umso besser, je feiner und je kleiner die Aerosole sind.

Also Aerosole in der Größe weit unter einem Mikrometer haben fast keine Masse mehr.

Sind ganz schwer zu filtern, sind ganz schwer abzuscheiden.

Da kommt auch so ein modernes X-CYCLONE System an seine Grenzen.

Da geht dann einfach viel durch und das, was da noch durchgeht, ist super klein.

Und da funktionieren diese Kollektorenzellen ganz toll.

Diese Abscheider funktionieren ganz toll mit Aerosolen größer einem Mikrometer.

Hätten wir dieses Vorabscheidungssystem nicht drin, Vitali, würde es so aussehen, würde alles einfach da drauf kommen.

Große Partikel, fast Tropfen, würden sehr schnell viel zu stark verschmutzt werden.

Also die hohe Effizienz erreichen wir durch die Kombination.

Aerosole bis einen Mikrometer werden hier erschlagen.

Und von einem Mikrometer weit runter, nahe Null, das werden wir hier in dem Hochspannungsfeld der Kollektoren erschlagen.

Also die Kombination bringt uns die hohe Effizienz.

Etwas längere Antwort auf eine kurze Frage, aber ich hoffe, du bist zufrieden.

Ja, ich bin zufrieden.

Die Vorabscheidung ist nach wie vor notwendig, um die großen Partikel rauszunehmen.

Was anschließend noch durchkommt, wird durch den Elektrostaten vollständig zersetzt.

Plus eine zusätzliche Schutzeinrichtung, über die oft nicht nachgedacht wird mit dem extrem verstäubten, brenngefährlichen, explosionsgefährlichen Öl.

Flammdurchschlag.

Ja, Sven, das hast du uns gut erklärt, vielen Dank.

Aber wo ich noch ein bisschen ein Problem sehe bei der Aufklärung.

Flammdurchschlag, sicher gut.

Abscheidung auch super.

Aber was ist das?

Wieso agglomerieren?

Weil viele sagen mir, das ist doch ein Filter.

Wann tausche ich den aus, tausche ich den überhaupt aus?

Muss der gesättigt sein oder frei sein?

Was hat es damit an sich?

Es ist kein Filter.

Klar, es sieht so aus wie ein Küchenfilter aus der privaten Haushaltshaube.

Aber was wir hier haben, ist ein recht komplexes Drahtgestrick.

Wir haben hier ein Edelstahldraht, 0,1 Millimeter dick.

Der ist wirklich gestrickt.

Das ist nicht einfach lieblos zusammengeknüllt.

Das ist ein Drahtgestrick.

So ein Agglomerator hat eine Packungsdichte.

Wenn dieser Agglomerator ein Kubikmeter wäre, dann hätten wir hier 150 Kilogramm Edelstahldraht gestrickt.

Wir wollen da nicht filtern, wir wollen da nicht abscheiden, sondern agglomerieren.

Der sollte sich richtig sättigen, so wie wenn man zu Hause was wäscht.

Wenn man mit einem Schwamm in einen Eimer reingeht und dieser Schwamm sich dann mit Wasser vollsaugt, so saugt sich dieser Agglomerator mit dem Öl voll.

Dass der richtig voll ist mit Öl.

Oft sage ich sogar bei der Inbetriebnahme, legt das Ding kurz, wenn es eine Möglichkeit gibt, komplett in den Kühl- und Schmierstoff-Sammelbecken rein, damit er von Sekunde eins richtig voll ist mit Flüssigkeit.

Sehr guter Hinweis.

Wenn kommt ein kleines Aerosol und muss da durch, reden wir von einer sehr hohen Kollisionswahrscheinlichkeit.

Auf dem Weg durch das Gestrick ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses kleine, dünne Aerosol auf ein anderes Aerosoltröpfchen knallt.

Sehr hoch, wenn der voll mit Flüssigkeit ist.

Wenn er da draufknallt, dann agglomerieren die.

Dann bilden zwei Aerosole ein größeres Aerosol.

Das nennt man, vereinfacht erklärt, Agglomeration.

Da gehen wir oft sogar so weit, dass wir nicht nur mit Edelstahl arbeiten.

Also am Standard Edelstahl drin.

Für ganz spezielle Anwendungen, superdünnflüssige Kühl- und Schmierstoffe, nehmen wir sogar ein Drahtgestrick, wo auch wieder 0,1 mm Edelstahldraht drin ist.

Und dieser Draht ist ummantelt mit einer Glasfaser.

Die Glasfaser verwenden wir einfach, weil sie sich noch besser und einfacher mit Flüssigkeit sättigt.

Und diese noch einfacher, noch besser speichert.

Diese Speicherung ist wichtig, dass es zu einer Kollision, zu einer Agglomeration kommen kann.

Kann man aber nicht immer verwenden, weil wenn die Flüssigkeiten etwas zäher, etwas dickflüssiger sind, kann der auch schnell verstopfen.

Aber für Spezialanwendungen gibt es sogar noch eine Option zum Glasfaser.

Verstehe, also der Glasfaser wird eingesetzt bei reinem Öl.

Wenn da viel Späne in der Luft sind oder eine zähe Masse, ist der eher nicht zu empfehlen, weil der einfach robuster ist zum Reinigen.

Ich kann das mal ganz einfach demonstrieren.

Aber hierzu mal eine Sekunde warten, da muss ich was holen.

Dann kann ich das noch plausibler, anschaulicher zeigen.

Ich gehe nicht zurück, das Videoteam hat schon wieder Angst, dass ich Sauerei mache.

Ich hebe mal den Agglomerator her.

Jetzt habe ich das Wasser vom Anselm und vom Leander geklaut.

Also ihr seht es hier, ganz dünnflüssige Flüssigkeit.

Wir demonstrieren es.

Also, der Anselm guckt schon ganz kritisch hinter der Kamera.

Und jetzt machen wir mal den selben Versuch mit dem hier.

Jetzt kannst du dich entspannen, Anselm, jetzt passiert nichts mehr.

Seht ihr die Speicherwirkung?

Also das ist ja ein Unterschied, ja, leuchtet ein.

Noch mehr?

Nein, ok, das ist glaubwürdig.

Also Agglomeration, das passiert hier.

Immer noch Fragen?

Nein, vielen Dank Sven.

Ja Sven, nachdem du das Studio unter Wasser gesetzt hast und hier mühselig das ganze Wasser abgepumpt worden ist.

Ich versuche nur deine Fragen so praktisch wie möglich zu beantworten.

Ja, ist dir auch gelungen, vielen Dank.

Ja, kommen wir gleich zur nächsten Frage.

Also es kommt ja durchaus vor, dass einfach der Bearbeitungsprozess in so einer Maschine geändert wird.

Das heißt, auch der Schmierstoff geändert wird von Emulsion auf Öl.

Und wie du ja zu Anfang gesagt hast, bei Öl empfiehlt sich auf jeden Fall so eine elektrostatische Abscheidung.

Wenn da aber schon die Maschine ausgestattet ist mit einem Luftreiniger, der nicht für Öl vorgesehen ist.

Das heißt, mit reiner Abscheidetechnologie ohne elektrostatische Nachfilterung.

Besteht eine Möglichkeit nachzurüsten, ohne dass man den ganzen Luftreiniger austauscht?

Ja, das ist ein Vorteil von unseren ganzen Geräten.

Also für diese Geräteserie, wie auch für die C-Serie.

Die C-Serie ist ja praktisch eine Geräteserie ohne diesen elektrostatischen Filter.

Ein Einsatz in der Standardausführung.

Aber selbst für diese gibt es durchaus ein zusätzliches Modul, wo wir dann eine solche Zelle nachrichten können.

Also wir können so ein rein mechanisches System umrüsten auf ein elektrostatisches.

Oder auch andersherum.

Wir können selbst so ein Elektrostat umrüsten für wasserlöslich.

Also man kann diese Zellen entnehmen, sich auf die Seite stellen und dann das Gerät rein mechanisch betreiben.

Also nur mit Agglomeration und Abscheidung.

Also selbst sowas wäre für so einen Lohnfertiger, der ja mal das, mal das machen muss und nicht nur immer Uhren produzieren kann wie IWC, der flexibel sein muss.

Also man kann beide Geräte wandeln.

Ein Elektrostat, der mit Elektrofiltern arbeitet, kann man umrüsten zum Nicht-Elektrostaten.

Und unsere andere Geräteserie kann man durch ein Zusatzmodul, das oben drauf kommt, zum Elektrostaten aufrüsten.

Also beide Wege sind möglich, die Auf- und die Runterrüstung.

Also man ist da flexibel mit den Luftreinigern, ohne diesen Luftreiniger komplett auszutauschen.

Kann nachgerüstet werden oder entnommen werden.

Beides ist modular aufrüstbar oder auch ein sogenanntes Downsizing ist möglich.

Das ist ja eine super Lösung.

Vielen Dank.

Ja, ich denke, jetzt haben wir auch unsere Zuschauer lang genug auf die Folter gespannt.

Und unser Special Guest, der wartet ja sehnsüchtig, in den Einsatz zu kommen.

Ich denke, wir demonstrieren, wie denn so ein Abscheider in der Praxis funktioniert.

Ich bin da auch sehr gespannt, wie der Abscheider reagiert auf Ölnebel, auf diese Dampfwolke.

Ich würde sogar vorschlagen, dass wir beides machen, Vitali.

Weil wir haben jetzt gerade davor geredet, wie man die eine Geräte-Serie aufrüsten kann zum Elektrostat.

Oder eben die Elektrostat-Serie runterrüsten kann.

Je nachdem, ob man Ölnebel hat oder Wassernebel.

Und es gibt ja zig Marktbegleiter, die sagen, ich habe ein Gerät und das kann alles.

An dem arbeite ich jetzt 30 Jahre.

Ich habe es nicht hinbekommen.

Und warum werde ich es euch gleich mal zeigen.

Also wir haben einmal feinst verdampften, also verdampften, nicht nur vernebelten Ölnebel.

Und zeigen euch dann auch mal, was passiert, wenn wir diesen Ölnebel da reinblasen.

Also Specialgas gibt Vollgas.

Aber auch mal im Gegensatz zeigen, was passiert, wenn man diesen Ölnebel austauscht und Wasser da reinbläst.

Das sind himmelweite Unterschiede, wo die Physik an ihre Grenzen kommt.

Und das seht ihr jetzt ganz anschaulich.

Dass dieses Auf- und Abrüsten, je nachdem, ob Öl oder Wasser, absolut überlebensnotwendig ist, dass die Geräte nachhaltig und auf Dauer sauber funktionieren.

Das heißt, du willst jetzt nicht nur das Studio unter Wasser setzen, sondern tatsächlich auch den Luftreiniger unter Wasser setzen.

Ja, nicht wirklich.

Da ist er mir zu schade.

Weil ihr seht, es braucht nur ein paar Tropfen Wasser und das Gerät wird funktionsunsichtig.

Und wie gesagt, das ist nicht nur unser Gerät.

Es sind alle Elektrostaten weltweit mit Wasser, funktionieren die nicht.

Warum, das seht ihr jetzt gleich.

Ja, wie ihr sehen könnt, haben wir etwas umgebaut.

Wir haben dahinter einen schwarzen Hintergrund hingestellt, um noch besser demonstrieren zu können, unseren Specialgas.

Der Luftreiniger läuft jetzt, ist eingeschaltet.

Das erkennt man an diesen grünen LED-Leuchten.

Einmal die Funktion von dem Luftreiniger selber und dann die Hochspannung liegt an.

Ist grün, ist alles okay, es läuft.

Sven, kannst du nochmal vielleicht kurz darauf zurückkommen, was da jetzt genau produziert wird?

Was ist das für ein Öl und was ist das für ein Nebel?

Ja gut, man kennt es von Open-Air-Konzerten, von Rock-Konzerten.

Wir haben hier ein Nebelfluid, das verdampft wird.

Das wird nicht nur vernebelt, versprüht, sondern es wird verdampft, geht vom Aggregatzustand flüssig in dampfförmig, gasförmig über.

Also logischerweise super kleine Tröpfchen, Partikelchen, die wir jetzt hier mal mit unserem Gerät absaugen.

Ja, Vitali.

Ich lasse mal den Rauch rein.

Das ist also ganz, ganz verdampfte Flüssigkeit, also super kleine Partikelchen, Tröpfchen, die wir hier mit elektrostatischer Filterung absaugen.

Also normalerweise, wenn da jetzt keine elektrostatische Filter drin wären, würde der Rauch eins zu eins durchgehen und oben wieder rauskommen.

Da kann man ganz genau erkennen, dass das eben nicht der Fall ist und dass die zwei Kollektoren durchaus in der Lage sind, vollständig diesen Rauch, diesen Dampf, diesen Öldampf zu zersetzen.

Das ist ein super Hinweis, den du jetzt gerade gemacht hast, Vitali.

Weil ich sage mal, hier sind wir in der Partikelgröße, in dem, was wir absaugen, nicht weit weg von dem, was wir bei Zigaretten oder bei diesen, ich weiß nicht, wie heißen die neumodischen Dinge, die Elektrozigaretten, Dampfer, das dampft ja manchmal wie so eine Lokomotive.

Also was wir hier haben, ist dasselbe.

Und wie wir zuvor gesagt haben, dieser Agglomerator, dieser X-CYCLONE-Abschreiter, die sind gut für Aerosole über einen Mikrometer.

Also hier reden wir eher über dampfförmige Moleküle als über Aerosole.

Also alles, was wir hier haben, ist weit, weit, weit unter einem Mikrometer Teilchengröße.

Und dafür sind diese elektrostatischen Filter gut.

Jetzt zeigen wir mal, der Hinweis ist echt super.

Jetzt zeigen wir mal, was passieren wird, hätten wir die elektrostatischen Zellen nicht drin.

Die nehmen wir jetzt mal raus und dann machen wir es selber nochmal.

Das machen wir.

Gut, hier sieht man jetzt den Luftreiniger.

Jetzt hat man die Elektrostaten erstmal raus, wie wir auch vorhin erwähnt haben, dass wir da auch flexibel sind.

Der Ventilator läuft trotzdem.

Das Gerät hat trotzdem seine Funktion.

Allerdings jetzt ohne diese elektrostatischen Abscheidern.

Ja, wenn ich noch erwähnen darf, Vitali, jetzt wären wir richtig gerüstet für eine wasserlösliche Kühlschmierstoffe.

Also praktisch eine Fräsmaschine, kein zu hoher Kühlschmierdruck.

Eher Tropfen, Aerosole, kein Rauch, kein Gas, kein Dampf.

So wäre das jetzt das richtige Gerät.

Was wir jetzt machen, ist natürlich unser Rauchgenerator, der gerade das entgegengesetzte macht.

Also keine Tropfen, keine Aerosole, sondern nur verdampfte Dämpfe, Moleküle weit, weit, weit, weit unter einem Mikrometer Partikelgröße.

Also eigentlich gerade das Falsche, aber bloß als Demonstrationszweck, dass es mal jeder vor Augen geführt bekommt, was diese Kollektoren leisten und was eben passiert, wenn sie nicht drin sind.

Genau, das werden wir jetzt vorführen.

Also der selber Luftreiniger ohne elektrostatische Filterung.

Also jetzt sind wir im Betrieb und jetzt kommt eben Dampf und eben kein Aerosol.

Und jetzt schauen wir, was passiert.

Dann lassen wir den Rauch rein.

Ein deutlicher Unterschied.

Jetzt machen wir die Lichter aus, Musik an, dann haben wir diskutiert.

Okay, wir sind jetzt von der Bestückung her nach wie vor bei praktisch nur mechanisch, also nur Agglomeration und X-CYCLONE-Abscheidung.

Ihr seht nach wie vor, unsere elektrostatischen Nachfilter, unsere Kollektoren sind nach wie vor nicht eingebaut.

Weil jetzt wollen wir eben das demonstrieren.

Also was wir jetzt hier drin haben, ist Wasser, das über eine Lackierpistole fein zerstäubt wird.

Und jetzt haben wir im Gegensatz zu dem, was wir zuvor gesehen haben, keine verdampften, superkleinen Tröpfchen und Moleküle, sondern jetzt haben wir echte Aerosole im Größenbereich von 1 bis 5 Mikrometer und Wasserlösung.

Das bekommen wir 100% abgeschieden und gefiltert über Agglomeration und X-CYCLONE.

Da braucht es keine elektrostatischen Kollektoren.

Das ist Blödsinn, braucht es überhaupt nicht.

Und auch das demonstrieren wir jetzt mal.

Wir nehmen jetzt das Gerät in Betrieb und simulieren eben den Fall, dass wir Wasser-Aerosole ins Gerät spritzen und die abschalten, ohne dass da was rausspritzt.

Vitali, diesmal hast du die Ehre.

Ihr werdet sehen, da kommt nichts raus.

Ich hebe nachher wieder unseren Kontrastschirm dahinter, dass auch der Kritischste sieht, dass überhaupt nichts rauskommt.

Also dazu braucht es keine elektrostatischen Kollektoren.

Braucht es nicht und physikalisch sind sie natürlich absolut sinnlos, wie wir zuvor erklärt haben.

Jetzt demonstrieren wir es einfach mal, Vitali.

Ich gehe schön nach hinten und lasse dir das mal anlaufen.

Das war mal bei einer Vorführung bei VW.

Da hat der Werksprüfer so gemacht.

Also das Wasser ist gleich alle.

Also man sieht schon, das ist richtig nass.

Richtig viel Wasser, was wir da jetzt reingepumpt haben, was auch abgeschieden worden ist.

Und fein zerstäubt.

Okay, Vitali, was wir jetzt durchgespielt haben, waren die Optionen, wenn vorne ein Rauch, ein Dampf reinkommt, also ein extrem fein verdampfter, vernebelter Ölnebel.

Und da haben wir jetzt die unterschiedlichen Funktionsweisen, Wirkungen, Nichtwirkungen gesehen, was wir typischerweise beim Öl, beim Kühlschmierstoff mit Öl haben.

Weil Öl hat viel geringere Anziehungskräfte zwischen den Molekülen wie ein Wasser.

Und deswegen hat man bei Öl immer ein feineres Partikelspektrum, ein kleineres Partikelspektrum, wie bei Wasser, wasserlöslichen Kühlschmierstoffen.

Und logischerweise ist Öl nicht elektrisch leitend.

Und deswegen die tolle Funktionsweise bei so einem verdampften, super vernebelten Öl.

Partikelspektrum weit unter einem Mikrometer.

Jetzt der umgekehrte Fall, den wir durchspielen wollen.

Weil wir eben gesagt haben, die Kombination macht Sinn.

Also die Kollektoren, die Elektrostatik für Öl, für ganz feine Partikel.

Die vorgeschalteten Agglomerate, X-CYCLONE bei größeren Partikeln.

Und jetzt eben mal der gegengespielte Fall.

Was passiert, wenn Wasser und große Partikel in ein Hochspannungsfeld, in einen Kollektor reinkommen.

Das wollen wir jetzt mal dem letzten Skeptiker zeigen, dass das wirklich keinen Sinn macht.

Und dass da eben die Physik uns die Grenzen aufweist.

Weil große Partikel stromleitend auf so ein Ionisationsdraht zu blasen, wo 7000 Volt anliegen, macht einfach keinen Sinn.

Und das werden wir jetzt sehr eindrucksvoll mal ebenfalls demonstrieren.

Also wir, Vitali, sprüht jetzt einen Wassernabel direkt auf so einen Kollektor.

Und jetzt schauen wir uns mal an, was dann passiert.

Jetzt wird Vitali Wasser reinspritzen.

Und wir haben, wie ihr es gesehen habt, keine Vorabscheiter von den Versuchen.

Vorher hört man schon die ersten Kurzschlüsse.

Das sind Wassertröpfchen, die jetzt schon angesaugt werden.

Und Vitali sorgt jetzt noch für viel mehr Wassertröpfchen.

Jetzt schaut mal, was da drin passiert.

Also, derselbe Luftreiniger, jetzt mit Kollektoren und Wasser.

Also man hört hier die Kurzschlüsse.

Bei jedem Klick, Klick, Klick, Klick, so wie das Sven das vorhin erklärt hat, hat man keine Abscheidung.

Und wir haben gesagt, wenn das zu oft, zu schnell, zu viel im Zeitintervall geschieht, dann sagt irgendwas das Hochspannungsteil sagt, jetzt Feierabend, ich kann nicht mehr, ansonsten gehe ich kaputt und das wird jetzt hier signalisiert, die Störung.

Ja Sven, danke.

Das ist ja Wahnsinn, was wir da gerade gesehen haben, was du demonstriert hast.

Hätte ich nicht gedacht, dass die Überschläge so schnell und so viele auf einmal kommen.

Also die Reaktion, Wasser, Elektrostat, ist ja physikalisch für mich ein Leuchten, dass das nicht zusammenpasst, hast du jetzt auch ganz gut gezeigt.

Aber trotzdem, wie du auch gesagt hast, Wettbewerber gibt es nach wie vor, die so einen Luftreiniger mit elektrostatischer Abscheidung auch für wasserhaltige Aerosole einsetzen.

Wie schaffen die das?

Was für eine Spannung nehmen die?

Was machen die anders, als was bei uns nicht gemacht wird?

Wir würden das auch hinkriegen, wie der Lea, da wird dann halt an allen Ecken und Enden gedreht, damit man gerade noch in dem Bereich bleibt, was die Physik erlaubt.

Also Physik erlaubt, unser österreichischer Vertriebspartner für ganz Österreich, der Gerald Marx, bringt das seit Jahrzehnten super auf den Punkt.

Er sagt zu mir immer, wenn wir um das Thema diskutieren, versuch mal einen Transformator mit Wasser zu kühlen.

Und um das Thema geht es, wir haben da Hochspannungen von rund 7000 Volt anliegen und wenn da ein Partikel reinkommt, dann führt er zum Kurzschluss.

Und ein Kurzschluss, ein blauer Flash, den wir vorher gesehen haben, bedeutet eben, die Hochspannung bricht für ein Sekundenbruchteil komplett zusammen.

Also jeder Kurzschluss bedeutet für eine Sekunde Filterleistung null, voller Durchschlag aller Aerosole.

Und das ist eben das Problem.

Und man kann das hinbekommen, indem man dann mit der Hochspannung nach unten geht, indem man noch mehr Vorabscheidung macht, damit man eben so viel wie möglich Feuchtigkeit und Wassererosole davor rausbringt, damit man dahinter fast so gut wie keine Feuchtigkeit und Wasser mehr reinbekommt.

Aber dann haben wir eben das nächste Problem bei diesen Kollektoren, dass wenn man eine Emulsion hat, hat man 92, 96 Prozent Wasser mit Zusätzen.

Und das Wasser verdampft uns, und diese Zusätze sind dann, was da übrig bleibt, irgendwelche superchemische Bestandteile, die die Emulsionsbakterien freihandeln, stabiler machen, aber diese Zusätze haben eine Eigenschaft, wenn das ganze Wasser verdampft ist, die lagern sich an den Kollektoren ab und bilden eine Schicht ähnlich wie eine Klarlack am Auto.

Das bekommst du dann fast nicht mehr gereinigt, das ist das nächste Problem.

Wasserlösliche Kühlschmierstoffe, wenn man es filtertechnisch, abscheidetechnisch sich Mühe gibt, bekommt man das immer im Griff ohne sowas.

Ich meine, wir können so einen Kollektor mal rausholen und uns anschauen Und unseren Zuschauern mal zeigen, stellt euch vor, wenn wir hier eine Ablagerung drin haben in so einem Kollektor, ähnlich wie im Klarlack, reinigt das mal.

Also ohne Ultraschallbad, chancenlos.

Kann ich mir vorstellen, das sind ja feine Platinen.

Ja, und hier vorne haben wir Wolfram-Drähte, wenn die zu viel Ablagerung bekommen, dann bauen wir keine Ionisationen mehr auf.

Also mit so was, wasserlösliche Kühlschmierstoff-Aerosole zu filtern, ist Blödsinn.

Ja, da kommen wir gleich zu der nächsten Frage.

Jetzt haben wir gelernt, Strom fließt durch, Spannung wird angelegt, also sehr viel Elektrozität.

Ich weiß, dass da in der Luft jetzt gerade auch Strom sich dann bewegt, dass der Strom dafür sorgt, dass die Partikel abgeschieden werden.

Aber wie genau?

Was spielt jetzt da der Draht für eine Rolle?

Was wird genau unter Spannung gesetzt?

Wie funktioniert eine Ionisierung?

Kannst du das einfach mit einfachen Worten erklären?

Ja, mit einfachen Worten.

Das ist ein Wolfram-Draht.

Der Wolfram-Draht baut eine positive Hochspannung auf mit 7000 Volt.

Und der Wolfram-Draht ionisiert.

Mein Öl-Aerosol kommt daher geflogen, der muss durch dieses Ionisationsfeld durch.

Dem Öl-Aerosol werden Elektronen entnommen.

Das Öl-Aerosol wird positiv, diese Platten sind geerdet, sind minus.

Das Aerosoltröpfchen fliegt an die Platte, bleibt an der Platte aufgrund von Oberflächenanhaftung haften und ist gefiltert, gefangen, abgeschieden.

Diese Ionisation baut sich aber wieder ab, deswegen ist auch dieser Kollektor nicht größer als 20 cm.

Denn wenn das Aerosol hier durchfliegt, dann baut er auch gleichzeitig diese Ionisierung wieder ab.

Also der ist am Ende von diesem Kollektor wieder neutral.

Das heißt, wenn wir hier nicht gefangen haben, dann würde es uns auch nicht bringen, wenn dieses Ding 2 m lang wäre.

Dann ist er nicht mehr positiv geladen, dann fliegt er uns einfach durch.

Deswegen haben wir hier einen zweiten und der zweite ist genau so aufgebaut wie der erste.

Wir haben dann wieder Wolfram-Draht, das heißt wir ionisieren erst wieder.

Dann hat er wieder eine Ladung und dann die Hoffnung, dass er abgeschieden wird.

Deswegen ist es ganz wichtig, dass man schaut und dass man messtechnisch mit Partikelmesser aufnimmt, wie hoch ist die Konzentration, also wie viele Aerosole habe ich, in welcher Größe.

Habe ich eine ganz hohe Konzentration, also ganz viele Aerosole in einem ganz kleinen Partikeldurchmesser, dann machen 1, 2, eventuell sogar 3 Kollektoren Sinn.

Habe ich eher weniger und eher nicht so klein, dann reichen auch Geräte mit nur einem.

Verstanden, also das mit der Ionisierung funktioniert so ähnlich wie beim Staffellauf.

Also wird es übergeben und der Nächste kommt soweit, gut.

Ja, jetzt kommen wir auch gleich zur nächsten Frage.

Also dass da jetzt bei den Überschlägen keine Spannung anliegt, beziehungsweise ein Kurzschluss sorgt dafür, dass da keine Abscheidung ist.

Das habe ich soweit verstanden.

Baut sich denn der Strom wieder auf von alleine?

Wie kann das dann, also wenn ich jetzt Überschläge habe, ist das für mich logisch, okay, da geht eine Störung, da schaltet irgendwo ein Sicherheit runter und das Gerät ist funktionsuntauglich.

Ja, wir haben es ja gerade erklärt.

Die Funktionsweise ist über die Ionisierung ein Hochspannungsfeld.

Elektronen werden weggenommen, Aerosol wird positiv.

Habe ich einen Kurzschluss, bricht mir das Hochspannungsfeld zusammen.

Kein Hochspannungsfeld, keine Ionisierung.

Und dann schießen für den Bruchteil der Sekunde ist die Filterleistung in so einer Zelle, in allen Zellen null.

Und dieses Hochspannungsteil, wo wir verwenden, registriert das natürlich, weil ein Kurzschluss bedeutet maximaler Stress fürs Hochspannungsteil.

Ganz viele Kurzschlüsse in einer ganz kurzen Zeit können zur Zerstörung von dem Hochspannungsteil führen.

Weil das Hochspannungsteil versucht natürlich sofort die Hochspannung wieder aufzubauen.

Wenn dann wieder der nächste Kurzschluss kommt, bricht es wieder zusammen.

Dann ist dieses Hochspannungsteil voll im Stress.

Und das überwachen wir und wenn das zu lang so geht, dann schaltet sich dieses Hochspannungsteil automatisch ab und meldet eine Störung.

Das heißt, wenn da für den Bruchteil Sekunden ein Span oder sonst irgendwie ein Fremdkörper im Elektrostaten drin ist, verursacht ein Kurzschluss.

Der Kurzschluss wird abgefangen.

Das Hochspannungsteil produziert wieder Strom.

Es funktioniert wieder.

Richtig.

Und wenn es dann stabil weiter funktioniert, dann läuft es wieder.

Aber das darf halt nicht zu viele Kurzschlüsse in einer zu kurzen Zeit sein, weil ansonsten wird sich das Hochspannungsteil irgendwann verabschieden.

Aber das fangen wir ab über eine Überwachung.

Ja Sven, jetzt wissen wir, dass der Elektrostat abscheidet, ionisiert.

Wie das funktioniert, danke für deine Erklärung.

Eine Frage kriege ich auch noch immer wieder gestellt.

Macht es Sinn, nach so einer Filterung noch zusätzlich mit einem HEPA-Filter auszurüsten?

Als Sicherheit?

Oder braucht man da überhaupt keinen HEPA-Filter mehr, weil das eben alles so weit aus der Luft rausnimmt?

Ja, wenn man es richtig dimensioniert hat, also im Vorfeld sauber aufgenommen hat und eben die richtige Entscheidung gefällt hat, brauche ich einen, brauche ich zwei, brauche ich drei.

Ich meine klar, das hat natürlich auch wirtschaftliche Auswirkungen.

Einer ist günstiger als mit drei, aber ich sage mal, das sollte eigentlich nicht die Entscheidung sein.

Die Entscheidung sollte sein, dass man die Situation vor Ort per Partikelmessung und FID-Messung aufnimmt.

Was habe ich an verdampften Flüssigkeiten in der Luft?

Was habe ich an Aerosol in der Luft?

In welcher Konzentration?

In welcher Menge?

Und daraus leiten wir dann eben ab, ob man ein, zwei oder drei Kollektoren braucht.

Also wir leiten das nicht ab aufgrund von einem Monatsumsatzziel vom Vertrieb.

Also Spaß beiseite, das sollte wirklich die Entscheidung sein.

Und wenn wir eben von der Partikelmessung sagen, wir brauchen drei, dann brauchen wir die drei, weil wir so viele Aerosole in so einer hohen Konzentration, in so einer kleinen Größe in der Luft haben.

Damit braucht es eben drei Kollektoren, um diese zu 100 Prozent aus dem Luftstrom zu trennen.

Hat man da jetzt in der Auslegung einen Fehler gemacht und hat gesagt, ich nehme nur ein Gerät mit einem und stelle dann später anderes fest, dann kann man natürlich, wenn das Gerät nicht lang genug ausgeführt ist, nicht noch zusätzliche Kollektoren einführen.

Dann könnte man sich behelfen mit einem mechanischen Nachfilter über einen Feinstaub- oder einen Schwebstofffilter.

Oder wenn dann eben in zehn Jahren die Maschine gewechselt hat und der Betreiber möchte es trotzdem nutzen und nicht wegwerfen, dann könnte man sich helfen.

Aber es wäre sicherlich ein Kompromiss.

Aber selbst dann könnte man über so ein Schwebstofffiltermodul nachdenken.

Aber die richtige Herangehensweise wäre natürlich eine saubere Aufnahme von Anfang an.

Also eigentlich bei der richtigen Auslegung, bei der richtigen Wahl und der Größe eines Luftreinigers reicht das vollkommen aus und wird so gut wie nie noch zusätzlich mit einem mechanischen Filter ausgestattet.

Absolut richtig.

Ja, danke.

Gut Sven, dann wäre das ja mit dem HEPA-Filter und dem mechanischen Nachfilter auch geklärt.

Jetzt ist es ja so, es wird ja trotz der geringen Spannung Ozon produziert.

Ozon bildet sich und Ozon darf man ja nicht, wie wir kennen, wieder in die Halle reinblasen.

Was gibt es da für Möglichkeiten, um das abzuschaffen oder wird da gar nicht so vieles produziert?

Es ist eher so, leider Gottes wird in Verbindung mit elektrostatischer Luftreinigung nicht so viel Ozon produziert, sondern es wird einfach nicht darüber geredet.

Es wird einfach nicht darüber informiert und das finde ich manchmal schon an der Grenze zum grob Fahrlässigen.

Also wir haben im Zuge der Entwicklung der Geräteserie die ersten Prototypen, das ist ja auch schon wieder über 15 Jahre her, wo die entstanden sind.

Da rede ich nicht um den heißen Brei herum, da haben wir natürlich auch geschaut, was Marktbegleiter machen.

Und wenn man sich da auf dem Markt umschaut, dann ist ja heute nach wie vor so, je mehr Hochspannung, desto besser.

Und da mussten wir einfach in der Entwicklung lernen, dass das einfach Blödsinn ist.

Man kann einfach mal festhalten, je mehr Hochspannung, desto mehr Ozon.

Und es ist auch nicht so, wenn ich mit 7000 Volt eine zufriedenstellende Ionisierung hinbekomme, dann ist mit 14000 Volt die Ionisierung nicht doppelt, weil das wächst exponentiell.

Also man kann ja mal mit einem überschaubaren Energieaufwand den Elektronen im Aerosol entnehmen, aber das noch weiter positiv aufladen, also mit doppelter Ionisierung erreiche ich da nicht eine doppelte Entnahme von Elektronen.

Das wird immer schwieriger, also braucht immer mehr Energie.

Deswegen ist es nicht sinnvoll, aus dem Gesichtspunkt die Hochspannung zu erhöhen.

Und was superkritisch ist, ist eben die Ozonproduktion.

Also wo wir die Geräteserie begonnen haben zu entwickeln, wie gesagt, vor vielen Jahren, zu dem Zeitpunkt gab es in Deutschland noch Grenzwerte, die sich in der Größenordnung von 200 Mikrometer pro Kubikmeter Luft bewegt haben, also 0,2 Milligramm pro Kubikmeter, also in einem Kubikmeter Luft, das wir hier rausblasen, durften dazu mal nicht mehr als 0,2 Milligramm Ozon sich befinden.

Und es ist einfach so, durch dieses Hochspannungsfeld entreißen wir nicht nur den Ölnebel Aerosol in Elektronen, sondern auch der Luft, dem O2.

Und jede Hochspannung, jede Ionisierung führt dazu, dass ein Abfallprodukt Ozon entsteht.

Das ist ja hochinteressant.

Immer, in jedem Elektrostat.

Und je höher die angelegte Hochspannung ist, desto mehr Ozon.

Und deswegen sagte ich vor vielen Jahren, als wir die Geräte entwickelten, war der Grenzwert 0,2 Milligramm Ozon in einem Kubikmeter Luft.

Und diesen Grenzwert erreichten wir am Ausblasen von unseren Geräten schon bei einer Größenordnung von 7000 Volt.

Also mit 8000, 9000 diese 0,2 Milligramm Ozon pro Kubikmeter einzuhalten, einfach nicht möglich.

Da können Marktbegleiter erzählen, was sie wollen, das geht nicht.

Wir haben da Messungen, wir haben Dokumentation von uns selber aufgenommen, mit unserem eigenen Ozonmessgerät aufgenommen, dokumentiert, validiert.

Dann noch den TÜV eingeladen, um sicherzugehen, was wir messen, dass das so ist.

Der TÜV hat es auch bestätigt, mehr als 7000 Volt Hochspannung führt zu viel Ozon.

Und aktuell kommt da erschwerend hinzu.

Ich bitte mal jeden, der noch mit dabei ist und sich das anhört, geht mal auf Wikipedia oder auf Google und macht Wikipedia Ozon einfach mal googeln oder auf der Wikipedia Seite einfach Ozon googeln.

Dann geht die Ozon-Seite auf und oben rechts sind so Gefahrenangaben, Gefahrenstoff.

Und da ist auf Wikipedia notiert, Ozon-Grenzwert in Deutschland 0.

Aufgehoben, es gibt aktuell gar keinen Grenzwert mehr, weil Ozon im Verdacht steht, Krebs zu erregen.

Das sind ja sehr wertvolle Informationen.

In der Schweiz ist es so, die haben noch 0,2 Milligramm als Grenzwert.

Aber auch das ist für mich so etwas von unbeschreiblich.

Wenn man in Stuttgart in der Innenstadt 0,2, also 200 Mikrogramm oder 0,2 Milligramm Ozon in einem Kubikmeter Stadtluft hat im Sommer, dann wird in Stuttgart Ozonalarm ausgelöst.

Und in nur einer Stunde muss das anliegen.

Dann wird Ozonalarm ausgelöst.

Man soll keinen Sport mehr machen, die Kinder sollen nicht mehr raus, man soll aufpassen.

Besonders gefährdete Menschengruppen sollen ganz besonders aufpassen.

Und in einer Produktion, wo die Leute acht Stunden an ihrer Werkzeugmaschine steht, abblasen wir 0,2 Milligramm Ozon raus und gut ist.

Das ist doch hirnrissig.

Verstehe ich nicht und da könnte ich mich echt aufregen über sowas.

Wir werden der Forderung gerecht, hier darf kein Ozon rauskommen.

Und auch dazu braucht es wieder besonderen Aufwand.

Wie du weißt, setzen wir hinter den Kollektoren einen Aktivkohlefilter ein.

Oder wir empfehlen den Einsatz eines Aktivkohlefilters, weil dieser Aktivkohlefilter sorgt dafür, alles hier produzierte Ozon wieder komplett sofort abzubauen.

Das ist auch wieder ein edelstahlgerahmter Filter und der Filter ist innen mit Aktivkohlematte, Aktivkohlegranulat gefüllt.

Und mit Hilfe von dem hier können wir dafür sorgen, dass hier oben kein Ozon rauskommt.

Aber das ist nicht ganz einfach und bis dadurch ist es bei uns eine Option, weil uns da einfach die Marktbegleiter nicht unterstützen.

Die sprechen nicht nur nicht darüber, sondern die machen sowas einfach nicht.

Aktivkohle ist nicht ganz günstig in der Beschaffung.

Es ist eine Komponente, die ihr Geld kostet, leider Gottes.

Logischerweise auch im Verkauf, die Rahmung usw. machen wir alle selber.

Aber das Aktivkohlegranulat ist natürlich ganz günstig, aber bitter notwendig.

Das ist richtig.

Gut, das leuchtet ein.

Das, was hier aufgebaut wird, wird auch gleich zersetzt.

Wir wissen ja, dass Ozon sich ziemlich zügig zersetzt, auch in der Luft.

In Verbindung mit Aktivkohle passiert das dann vollkommen neutral.

Ja, Aktivkohle ist unheimlich reaktiv und das kann reagieren mit Menschen, in der Lunge, in der Bronchien, aber man muss auch aufpassen, wenn man die Luft gegen den Schaltschrank von der Werkzeugmaschine bläst, dann werden irgendwann die Kabel brüchig, weil dieses Ozon dann auf die Kabel losgeht.

Und je mehr Hochspannung ich anlege, desto mehr Ozon habe ich.

Also bei Hochspannung mit 10.000, 12.000 Volt Hochspannung, die durchaus Anwendung finden bis dato.

Da wird brutal Ozon produziert und keiner spricht drüber.

Nur du fragst mich.

Ja, ich frage dich, weil mich das auch sehr häufig gefragt wird.

Also ich werde da durchaus auch gelöchert, deswegen möchte ich da eine gute Antwort, mit der ich dann auch weitergeben kann und dem Vertrieb unterstützen kann.

Vielen Dank.

Wir haben ja sogar eine Messtechnik, wo du und deine Vertriebsleute, also Leute vor Ort durchaus mal demonstrieren können.

Also sprich mit einem Messgerät am Ausblasen, Ozon messen.

Ja, danke für die ausführliche Erklärung, was das Ozon anbelangt.

Jetzt wird der Elektrostart auch mal, ich sag mal, gewartet.

Bei der Wartung ist es ja wichtig, wir wissen, dass bei einem Filter das Medium, was da drin gespeichert wird, entsorgt werden muss.

Wie ist das beim Elektrostarten?

Wird es dann auch ausgetauscht?

Wird der entsorgt?

Ich glaube nicht.

Also es ist ja, ja, wird er wiederverwendet.

Was ist der Reinigungsintervall grundsätzlich?

Man sieht es ja am Aufbau von den Kollektoren, also von den elektrostatischen Filtern.

Die sind ein ganz besonders legiertes Aluminium.

Innen, die Platten, die wir vorher gesehen haben, dann ist das ein Wolframdraht.

Der Rahmen ist ein legierter Chromstahl.

Also das ist ja sehr hochwertig und natürlich kein Wegwerfartikel, sondern ein Artikel, der periodisch, je nach Anwendung, 200 Betriebsstunden im Schnitt kann aber auch bis zu 400-600 Stunden hochgehen, das hängt ein bisschen von der Bearbeitung ab.

Also ganz ideal ist, sage ich mal, ein großer Kunde im Tessin in der Schweiz von uns ist so ein riesen Medizintechnikhersteller, der viele kleine Schräubchen macht für Zahnimplantate.

Das sind wirklich Schräubchen wie so Stecknagelköpfchen, die aus Dreiautomaten rauskommen.

Und das ist eine ganz saubere Produktion, kaum ein Spanen, ganz dünnes Öl und extreme hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit, ein feiner Ölnebel, aber mit kaum noch Verschmutzung.

Also da erreichen wir ganz hohe Standseiten.

Aber es ist schon richtig, irgendwann kommt der Tag, das zeigen wir auch dann über unser Hochspannungsteil an.

Da messen wir den Strom, der für die Ionisierung notwendig ist.

Je mehr das Ganze verschmutzt, die Drähtchen, die Plättchen, desto mehr Energie braucht es, ein Hochspannungsfeld aufzubauen.

Und das messen wir und irgendwann erreichen wir einen Grenzwert.

Und wenn der Grenzwert erreicht ist, zeigt es unser System an, dass eine Reinigung nötig ist.

Und dann müssen diese Kollektoren einfach gereinigt werden.

Also das Einfachste ist Ultraschallbäder.

Also da legt man das rein wie ein Waschbecken, also wie so ein Ultraschallbad, wo man auch für das Schmuck kennt oder der Optiker macht es als mit den Brillen.

Und da gibt es auch große Becken und da kann man diese Kollektoren reinlegen, weil sie halt doch empfindlich sind.

Das sind dünne Aluminiumplatten, wenn man da jetzt mit dem Kärcher, mit dem Hochdruckreiniger reinhaut, also muss man aufpassen, dass man nicht mechanisch was verbiegt.

Und ganz ideal sind so Ultraschallwaschbecken.

Wir haben auch Vertriebspartner wie unser Händler in der Schweiz, unser Vertriebspartner, die Urtec GmbH, die haben ein eigenes Service-Modul, mobil und fahren beispielsweise regelmäßig zu IWC und machen da die Reinigung, bieten das sogar als Dienstleistung an.

Aber das ist das Einzige, das ist ein riesen Vorteil.

Wir haben zuvor über den Schwebstofffilter geredet.

Das ist natürlich ein Wegwerfartikel, wenn du den hast.

Und hier hast du keinerlei Wegwerffilter drin, sondern ein System, das alles gereinigt werden kann und wiederverwendet werden kann, was natürlich ein riesen Vorteil ist.

Gut, leuchtet ein.

Also das heißt, die sind immer wieder einsetzbar, rausnehmen, reinigen, natürlich trocknen, weil wir ja gelernt haben, Flüssigkeit, Wasser, tut sich da nicht besonders vertragen mit Strom, mit Spannung, und dann wieder einsetzen und dann läuft er wieder.

Richtig, ja.

Beim Einsetzen werde ich auch häufig gefragt oder komme in Anrufe, es funktioniert nicht.

Also worauf muss ich da achten beim Wiedereinsetzen?

Also das kommt dir immer wieder mal vor, dann geht man die Prozesse durch.

Was ist passiert?

Was habt ihr gemacht?

Wieso ist das jetzt ein Jahr lang gelaufen und jetzt plötzlich nicht?

Dann kriegt man, ja gut, ich habe es gereinigt, ich habe den Elektrostart gereinigt, ich habe es gewartet, es läuft nicht.

Worauf ist da jetzt zu achten beim Wiedereinsetzen solcher Kollektoren?

Es ist einfach so, von der Technologie, von der Komplexität, ist so ein elektrostatischer Luftreiniger sicher das Höherwertigste.

Aber wir waren jetzt heute in unserem ganzen Tutorial bei Uhren.

Es ist eben wie eine hohe, komplexe, mechanische Uhr.

Es ist natürlich schon sensitiver wie ein System, das nur mechanische Filter hat.

Also man sieht es ja, da sind Keramikisolatoren drauf.

Die braucht man, weil da eben die Hochspannung übertragen wird.

Die Platte ist geerdet, hier übertragen wir eine Hochspannung, braucht eine Keramik als Isolator.

So eine Keramik, wenn die einfach einen zu heftigen Schlag klickt, dann splittert sie.

Oder wenn beim Abreinigen so eine Feder verbogen wird und die Feder dann nicht mehr die Schraube hier beurteilen kann und die Feder irgendwo hier drin drückt, dann wird die Hochspannung nicht mehr übertragen.

Oder wie wir vorher gesagt haben, wenn ich die Aluminiumplatte verbiege, die sollte normal so sein, verbiege ich sie, steht sie so, dann gibt es hier einen Kurzschluss.

Also man muss da schon etwas sensitiver hingehen als bei unserer C-Serie, die nur mechanisch ist.

Ich sage immer, dass wir bei Uhren bleiben.

Unsere C-Serie ist die Casio Cheese Shock und unser Elektrostat ist die IWC Grande Complication.

Also um im Bildnis ein bisschen zu bleiben, da muss man schon ein bisschen mehr für ein taglegendes Serviceteam als bei den mechanischen.

Es gibt Dinge, die passieren können.

Wir haben die Luftrichtungspfeile ja nicht umsonst drauf.

Baut man es falschrum ein, dann wird auch wieder die Hochspannung nicht übertragen.

Das ist keine Raketentechnologie, aber es gibt zwei, drei Sachen, wo man sich hier mehr Mühe geben muss im Service wie bei rein mechanischen Filtern und Abscheiden.

Das heißt zusammengefasst, gereinigt werden kann es, getrocknet werden muss, beim Wiedereinsatz logisch, dem Pfeil folgen, die Luftrichtung.

Die Luftrichtung geht immer Richtung Ausblas.

Wenn man das alles richtig befolgt, dann kann auch nichts mehr passieren.

Das heißt, dann läuft der Elektrostat weiterhin wie auch im Vorfeld.

Und einfach ein bisschen mehr Sensibilität und Gefühl an Hand legen.

Wir haben ja auch nur rein mechanische Geräte, wo nur solche X-CYCLONE-Platten drin sind.

Da war ich selber bei einem Kunden, der 300 Luftreiniger in Shenzhen in Südchina im Einsatz hat.

Die hängen da und dann ihr Service bedeutet, Deckel auf, Dampfstrahler rein, eine Minute Dampfstrahler raus, Türe zu, feuerfrei, wieder Luft reinigen.

Wenn ich so an die Geräte reingehe, das macht keinen Sinn.

Also da ein bisschen mehr Vorsicht, ein bisschen mehr Gefühl.

Aber dann sind die wartungsfrei, ersatzteilfrei, sondern nur ein bisschen Mühe, ein bisschen Zeitaufwand.

Super, gut.

Jetzt ist es ja auch noch so, es wird überall beschrieben, es steht Gefahr, dass man den Luftreiniger nicht öffnen soll bei laufendem Betrieb.

Jetzt passiert es aber trotzdem immer wieder mal, da liegt ja Spannung drauf, da fließt Strom.

Kann das passieren, dass man da einen Stromschlag bekommt oder wird da jetzt noch zusätzlich eine Sicherheit eingebaut?

Da schließen wir gleich an.

Natürlich sind die Geräte CE geprüft und sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, auch ganz besonders im Hinblick auf die Hochspannung.

Aber auch da wieder, das baut 100 Prozent auf das auf, was wir gerade gesagt haben.

Man muss beim Service, bei der Reinigung ein bisschen Sensibilität an den Tag legen und natürlich auch im Umgang mit dem Gerät.

Das ist natürlich schon mit mehr Vorsicht zu genießen als ein einfaches Filtergerät.

Hier sind Zellen, an denen in vielen Bereichen 7000 Volt anliegt.

Hier ist ein Hochspannungsteil drin, das durch die Türe, also hier, man sieht es, das Kabel ist ein Hochspannungskabel, das verläuft in die Türe und über diese Federn, über diese Isolatoren wird dann die Hochspannung auf den Kollektor übertragen.

Da gibt es jetzt verschiedene Sicherheitseinrichtungen, das ist sogar doppelt abgesichert.

Einmal über einen Sicherheitsschalter in der Türe, der dann sofort diese Hochspannungsübertragung unterbricht, wenn er merkt, dass der Sicherheitsschalter aus der Gabel rausgeht.

Das passiert, wenn man die Tür öffnet.

Erste Absicherung.

Die zweite Absicherung ist eine mechanische.

Wir haben hier Edelstahlbolzen, die auf diese Feder drücken und wenn die Türe aufgeht, dann führt das dazu, dass diese Feder mechanisch an diese Erdung kommt.

Das heißt, durch diese Verbindung wird diese Kollektorzelle sofort elektrostatisch und hochspannungstechnisch neutral.

Die Spannung baut sich dann sofort ab.

Das ist doppelt abgesichert, dass nichts passieren kann.

Aber auch da ist es wichtig, dass das Servicepersonal weiß, mit was es zu tun hat und mit was es umgeht.

Das ist wie gesagt CE-geprüft und doppelt abgesichert, aber es ist natürlich schon mit einer gewissen Sensibilität ans Thema heranzugehen.

Danke, Sven.

Das heißt, abgesichert, doppelt.

Umso wichtiger ist es auch, dass die Kollektoren richtig eingesetzt werden.

Denn die Funktion, so wie ich das jetzt verstanden habe, ist erst dann gegeben, wenn der Kontakt hier...

Ja, wenn der Edelstahlbolzen da drauf drückt, baue ich es falschrum ein.

Dann klar, dann drückt der Bolzen irgendwo hier in die Luft, aber wie gesagt, dann kann man es einschalten, dann bleibt es rot und dann wird gar keine Spannung übertragen.

Eine Frage hätte ich noch.

Jetzt ist das ja ein Kompaktgerät an sich.

Bei einer bestimmten Luftmenge ist das physikalisch nicht mehr möglich, als Kompaktgerät zu bauen.

Gibt es da Alternativen?

Wenn wir jetzt über eine größere Luftmenge reden, wenn wir Einsatz im Kanalsystem dazwischen schalten, gibt es da noch irgendwas?

Oder hat man sich jetzt entschieden, dass wir bei den Kompaktgeräten bleiben?

Das sind ja Philosophiefragen.

Ich sage mal, was wir jetzt den ganzen Tag geredet haben, ist eben das Thema, ich habe eine Bearbeitungsmaschine, wie wir es ganz zu Anfang eingeblendet gesehen haben, eine Drehmaschine, Bearbeitungszentrum, Schleifmaschine mit Öl und auf der Maschine sitzt mein Luftreiniger.

Dann gibt es auch andere Kunden.

Wir haben mal eine große Getriebeproduktion bei VW in Ostdeutschland machen dürfen und zig Schleifmaschinen, wo Getriebeteile für den Golf GTI Wars produziert wurden oder nach wie vor produziert werden.

Also Getriebeteile auf Schleifmaschinen, Schleifmaschinen auch wieder mit reinem Öl.

Und bei VW in der Produktionsanlage auf verschiedenen Gesichtspunkten war das Konzept nicht 30 Schleifmaschinen, auf denen 30 solche Luftreiniger sitzen, sondern die haben diese 30 Maschinen über 30 Rohrleitungen unterm Dach eine ganz große zentrale Abluftleitung zentral abgesaugt.

Aber irgendwo, bevor die Luft das Gebäude verlässt, muss die Luft auch gereinigt werden.

Und gereinigt wird die mit exakt derselben Technologie, mit exakt denselben Eigenschaften, mit exakt den ganzen Erfordernissen, Flammdurchschlag, Schutz vor Abscheidung, elektrostatische Abscheidung.

Nur ist es dann eben nicht ein Kompaktgerät, das auf der Maschine steht, sondern ein großer Würfel, der von den Baumaßen fast an eine Garage, eine Pkw-Garage rankommen kann.

Und dann sitzen da eben Kollektoren drin, die wir zwar nicht mehr so einfach per Hand rausziehen können, weil sie entsprechend größer und schwerer sind, aber vom Prinzip dasselbe.

Dann sind es eben keine Kompaktgeräte, die auf der Maschine sitzen, sondern zentrale Kanalmodule, die eben dann in diese große Abluftkanalstrecke integriert werden.

Aber von der Aufgabenstellung, von der Fragestellung, von der Herangehensweise exakt dasselbe.

Auch die Frage, brauche ich ein, brauche ich zwei, brauche ich drei?

Alles 100% deckungsgleich.

Auch das Service, ein Riesenthema bei so zentralen Modulen.

Das ist richtig.

Das ist auch Ozon.

Also wir könnten gerade wieder von vorne anfangen, aber sich selber wieder.

Vielen Dank, das wollte ich auch nochmal hören.

Also ist es möglich, auch größere Luftmengen auch in der Zentrale oder beziehungsweise in Luftleitungen zusätzlich so ein Modul, also so eine Technologie einzubauen?

Okay, das war ausführlich.

Vielen Dank, Sven.

Selten so gelächert wurden von unserem Vertriebsleiter, ich hoffe es war ein tolles und interessantes Tutorial zu dem Thema elektrostatische Luftreinigung.

Der Eingang, der Beginn war Uhrenindustrie, aber wie jetzt im Laufe von unserem Tutorial herauskam, natürlich ein mannigfaltiges Anwendungsgebiet weit über diese Schweizer Uhrenindustrie hinaus.

Jetzt hat er mich genug gefragt, jetzt würde ich mich freuen, wenn ihr in Form von Anfragen ihn wieder ganz viel fragt.

Schickt uns eure Anfragen an lai@reven.de, das ist seine persönliche E-Mail.

Das hast du jetzt von deinen ganzen Fragen.

Vielen Dank, Sven.

Sehr gerne.

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